Alte Apotheke Greifswald

Alte Apotheke Greifswald die Alte Apotheke in Greifswald
An der südwestlichen Ecke des Greifswalder Fischmarktes befindet sich die sogenannte Alte Apotheke. Wenn man sich die Putzfassade des Hauses anschaut, welche bei einem Umbau Mitte des 19. Jahrhunderts im Rundbogenstil errichtet wurde, dann kann man nur an einigen bei der letzten Sanierung freigelegten Stellen sehen, dass es sich bei diesem Gebäude eigentlich um ein Fachwerkhaus handelt. Übrigens handelt es sich bei der Alten Apotheke nicht nur das älteste erhalten gebliebene Fachwerkhaus in der Hansestadt Greifswald, sondern auch das älteste Fachwerkhaus in ganz Mecklenburg-Vorpommern. Der Ursprung des Hauses reicht bis in das 14. Jahrhundert hinein. Der Vorgängerbau wurde um das Jahr 1387 auf zwei benachbarten Grundstücken errichtet. Die zu dieser Zeit errichtete Brandmauer blieb erhalten und wurde bei der Errichtung des um das Jahr 1444 entstandenen Gebäudes verwendet. Der Fachwerkgiebel, welcher auf der Seite der Lappstraße ist, hier findet man übrigens auch das Caspar-David-Friedrich-Denkmal, wurde um das Jahr 1600 errichtet und ersetze einen vorherigen mittelalterlichen Backsteingiebel.

Da das Haus in den Gebäudekomplex des Alfried-Krupp-Kollegs integriert wurde, sind die im Inneren erhalten gebliebenen bauhistorisch wertvollen Räumlichkeiten für die Öffentlichkeit nicht frei zugängig. So findet man in der Alten Apotheke eine große Dielenhalle, welche eine offene Feuerstelle besitzt, und einen mit neogotischen Malereien gestalteten Raum im Obergeschoss. Zugänglich sind nur die Verkaufsräume des Uni-Ladens, welcher sich auch in diesem Gebäude befindet. Der Name Alte Apotheke ist etwas irreführend, denn bei diesem Haus handelt es sich nicht um die älteste Apotheke in der Altstadt. Dieses ist nämlich die Rats-Apotheke, welche bis in das Jahr 1705 ein Monopol hatte, bevor ein gewisser Niclas Henning eine weitere Apotheke eröffnete. Im folgten noch einige weitere Apotheker, bis sie im Jahre 1953 enteignet wurde und der Universität angegliedert wurde, welche sie im Jahre 1961 schloss und die Räumlichkeiten für das Hygiene-Institut nutzte. Einzig allein der Name Alte Apotheke erinnert an die frühere Nutzung.