Denkmale in Greifswald
August-Bebel-Denkmal
August-Bebel-DenkmalDiesmal war sein Platz nicht mehr in der Credner-Anlage, sondern in der Mitte des Friedrich-Platzes, welcher nun auch den Namen August-Bebel-Platz erhielt. Bei einer gärtnerischen Umgestaltung des Platzes wurde sein Standort wieder verändert und er auf der Ostseite des Platzes aufgestellt. Die Gestaltung des Denkmals ist recht schlicht ausgefallen. Er besteht aus einem Findling, in welchen eine rechteckige Vertiefung eingearbeitet wurde, in welcher eine Widmung eingemeißelt wurde.
Barnekow-Stein
der Barnekow-Stein bei GreifswaldZu dieser Zeit war Otto Fuge Bürgermeister von Stralsund. Er rief im Jahre 1453 zu einem Landtag nach Stralsund ein. Der Herzog Wartislav IX. von Pommern-Wolgast, übrigens war er auch der Stifter der Universität Greifswald, schickte Raven Barnekow, seinen Landvogt von Rügen, als Beobachter dorthin. Als der Bürgermeister von Stralsund auf dem Alten Markt vor den anwesenden Leuten den Herzog als Verräter titulierte, trat Raven Barnekow hervor und bezichtigte ihn der Lügen und des Landesverrates. Bürgermeister Fuge ließ ihn und seine beiden Begleiter daraufhin verhaften und vor ein Gericht stellen, welches sie zum Tode durch das Rad verurteilte. Nach seinem grausamen Tode wurde der Leichnam von Raven Barnekow an das Rad geflochten und verblieb daran, bis die gewalttätige Herrschaft von Otto Fuge durch die Bevölkerung von Stralsund beendet wurde, welche ihn und seine Anhänger aus der Stadt vertrieb.
Nach der Huldigung des Herzogs durch die Stadt wurden die Gebeine abgenommen und in die Nikolaikirche von Greifswald überführt. Auf Veranlassung des Herzogs mussten die Bürger von Stralsund die Gebeine bei einem feierlichen Akt nach Greifswald tragen und durften sich nur einmal auf der Hälfte der Strecke ausruhen. An dieser Stelle in Rheinberg und dem Ort der Übergabe der Gebeine, welche vor den Toren der Stadt Greifswald erfolgte, wurde zur Erinnerung an diesen Vorfall je ein Sühnestein aufgestellt.
Bismarcksäule
BismarcksäuleDie Säule ist in seiner Ausführung sehr schlicht gehalten, der einzige Schmuck war ein Reichsadler mit einem Bismarck-Wappen, welches sich auf dem Herzschild des Adlers befand. Auf der Spitze befindet sich eine Feuerschale, welche eine Seitenlänge von 1,5 Metern hat. Im Jahre 1960 wurde die Bismarcksäule in Olympiasäule umbenannt und der Adler mit einem olymipschen Zementrelief ausgetauscht. 1991 bekam die Greifswalder Bismarksäule seinen ursprünglichen Namen wieder. Das nun unpassende olympische Relief wurde 1997 bei einer Sanierung des Denkmals wieder entfernt, das ursprüngliche Adlermotiv aber nicht hinzugefügt.
Engelstein
EngelsteinMartin Anderson Nexö Denkmal
Martin Anderson Nexö DenkmalIm Jahre 1951 widmete der Greifswalder Bildhauer Hans Prütz das Kriegerdenkmal zu einem Gedenkstein für den Martin Anderson Nexö um, welcher einer aus ärmlichen Verhältnissen stammender dänischer Schriftsteller war. Bekannt geworden ist er unterer anderem durch einen Roman Pelle der Eroberer, in welchem er das Leben auf der Insel Bornholm beschreibt. Auf dem Denkmal findet man ein gegossenes Relief mit seinem Portrait, wobei man auf diesem Gedenkstein noch einige Spuren des entfernten Eisernen Kreuzes ausmachen kann.
Pfarrer-Wachsmann-Denkmal
Pfarrer-Wachsmann-DenkmalIn der DDR hatte man in den ersten Jahrzehnten noch einige Probleme mit Denkmälern für Widerstandskämpfer welche aus den Kreisen der Kirche kamen. Eine Straße in Greifswald wurde zwar schon 1946 nach ihm benannt und 1958 eine Gedenkplatte an seinem damaligen Wohnhaus angebracht, ein Denkmal wurde aber erst vierzig Jahr nach seinem Tode errichtet. Diese feierliche Einweihung fand im Jahre 1984 statt, über welche sogar das staatliche Fernsehen der DDR berichtete.
Rathaustür
RathaustürIn dem mittleren Relief , welches sich rechts oberhalb der Türgriffe befindet, sieht man das Motiv der Übergabe. Auf der rechten Seite sieht man einen deutschen Soldaten, welcher seine Waffe übergibt, und einige Zivilisten. Auf der linken Seite findet man wiederum ein paar sowjetische Soldaten, während sich unterhalb der beiden Gruppen ein totes Pferd befindet. In dem oberen Relief findet man einige Szenen welche nach dem Kriegsende anzusiedeln sind. So sieht man kleine Kinder spielen, Studenten einer Vorlesung lauschen und mehrere Leute einen Mast aufrichten. Diese Szenen werden mit einem Zitat der ersten Strophe der Kinderhymne von Berthold Brecht unterstrichen.
Rubenow-Stein
Rubenow-SteinZu dieser Zeit war es ein Bestandteil bei der Beendigung von Fehden Sühnesteine zu errichten, welche an solche Verbrechen erinnern sollten. Heinrich Rubenow wurde in der Klosterkirche des Grauen Klosters beerdigt, welche aber nicht mehr erhalten geblieben ist, da sie Ende des 18. Jahrhunderts abgerissen wurde. Daher kam dieser Sühnestein im Jahre 1792 in die Marienkirche, wo man ihn noch heute bewundern kann. Der Rubenowstein besteht aus gotländischem Kalkstein und das kunstvoll gestaltete Motiv ist mit einer Ritztechnik geschaffen worden. Man sieht darauf eine Kreuzigungsszene, vor dem Kreuz kniet Rubenow, den Hermelinmantel tragen, welche die Rektoren der Universität zu feierlichen Anlässen trugen.
Studentenstein
Studentenstein