
Marienkirche
Die St. Marien-Kirche ist eine dreischiffige Hallenkirche ohne Chor, welche in der zweiten Hälfte des dreizehnten
Jahrhunderts im Stil der mittelalterlichen Backsteingotik errichtet wurde. Aufgrund ihrer prägnanten gedrungenen
Form hat sie im Volksmund den liebevollen Spitznamen Dicke Marie bekommen. Die St.-Marien-Kirche ist 67 Meter lang und
besitzt einen dreistöckigen Turm mit einem mächtigen Satteldach. Im Inneren ist die St. Marien-Kirche
einundzwanzig Meter hoch und hat eine mittelalterliche Bemalung aus dem Jahre 1411, welche die Passion Christi
darstellt, und bei den Restaurierungsarbeiten in den 1977 bis 1984 wiederhergestellt worden ist. Den
größten Teil der Innenausstattung verlor diese Kirche während der Zeit der napoleonischen
Besetzung. Erhalten geblieben ist aber die Kanzel, welche aus dem Jahre 1587 stammt und mit vielen Intarsien
aus sechzig verschiedenen Holzarten gestaltet wurde. Eine sehr spezielle bauliche Besonderheit hat dieses
Gotteshaus auch zu bieten, denn im Turmuntergeschoss der Kirche findet man eine mittelalterliche Gerichtshalle,
welche so im europäischen Raum einmalig ist. Von kriegerischen Handlungen der Kämpfe um die
Herrschaft über Pommern zeugen einige Kugeln brandenburgischer Kanonen, welche man noch heute im
Ostgiebel der Kirche sehen kann. Dieser Giebel ist eine Meisterleistung norddeutscher Backsteingotik.
Die Gestaltung des Giebels diente auch als Vorlage für die das Siegels der Universität Greifswald.