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Müritzeum

Müritzeum Müritzeum
Die am futuristischten wirkendste Sehenswürdigkeit von Waren an der Müritz ist zweifelsfrei das Gebäude des Müritzeums. Die Ursprünge des damals noch unter dem Namen Müritz-Museum bekannten Sammlung liegen zwar schon über hundertfünfzig Jahre zurück, dieser Bau hat aber erst wenige Jahre auf dem Buckel. Eröffnet wurde das um ein großes neues Ausstellungsgebäude vergrößerte Museum im Jahre 2007 und erhielt in diesem Zusammenhang den neuen Namen Müritzeum. Auffällig ist das Gebäude schon, wenn man es von der Straßenseite mit seinen großen Glasfronten sieht. Interessanter ist aber der Anblick von der Gartenseite, denn von dort wirkt das Haus optisch wie eine Arche, welche im Herrensee zu schwimmen scheint. Hier findet man aber keine großen Glasfronten vor, sondern eine Wandverkleidung aus verkohltem Lärchenholz.

Der Wettbewerb für die Gestaltung des neuen Museums wurde weltweit ausgeschrieben. Gewonnen hat das im schwedischen Göteborg beheimate Architekturbüro Wingardh, welche mit ihrem Entfurf eine Verbindung zwischen der Geschichte und der Natur der Müritzregion gezogen hatten. Ein Haus, welches wie ein Schiff wirkt und auf dem Wasser zu schwimmen scheint, symbolisiert die Müritz und ihre Bewohner, während die optische Gestaltung mit der verkohlten Holzverkleidung auf eine traditionelle Bauweise erinnert, welche früher einmal in Mecklenburg-Vorpommern weit verbreitet war. Damals vschützte man die Holzkonstruktionen nicht mit Farben, sondern behandelte sie mit Pech, um das Holz so vor den Witterungseinflüssen zu schützen. Im Jahre 2008 wurde das Gebäude des Müritzeums mit dem Landesbaupreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern prämiert.