
Belvedere
Begibt man sich an den Tollensesee kann man auf einem Berg auf der Westseite einen griechischen Tempel erblicken. Dieses
Gebäude ist natürlich kein richtiger Tempel, sondern nur einem solchen nachempfunden. Im Jahre 1823 ließ
auf diesem Hügel, welcher einen schönen Ausblick auf den See bietet, die Großherzogin Marie von Mecklenburg-Strelitz
ein neues Teehaus bauen. An dieser Stelle stand zuvor schon einmal ein anderes Teehaus, welches sich Herzog Adolf Friedrich IV.
errichten ließ, welches aber nach seinem Ableben abgebrochen und in der Innenstadt von Neubrandenburg wieder aufgebaut wurde.
Erhalten geblieben ist nur der Name, welchen auch das neuere Gebäude bekam. Belvedere heißt nichts anderes wie
schöne Aussicht auf italienisch und die hat man von diesem Hügel aus auch heute noch immer, obwohl die hochgewachsenen
Bäume am Fuße des Berges etwas von der Sicht nehmen, die man bei der Errichtung des Belvedere noch genießen konnte.
Das Gebäude besaß früher einen geschlossenen Raum mit Kamin und eine Küche mit Kammer. Davon sieht an heute
nichts mehr, da unter Heinrich Tessenow das Gebäude zur Gedächtnishalle umgebaut wurde und dabei die ursprünglichen
Außenwände entfernt wurden. Nach dem zweiten Weltkrieg fing langsam an zu verfallen, sollte aber Ende der 70er Jahre zur
Freilichtbühne umgebaut werden, was aber aufgrund von fehlenden Finanzen nicht realisiert werden konnte. Im Jahre 1995 war es
dann soweit dass das Belvedere saniert werden konnte und seitdem dient es als Spielstätte für Theateraufführungen und
Konzerte.