
NeubrandenburgDie Stadt Neubrandenburg wurde im Jahre 1248 durch den Markgrafen Johann I von Brandenburg gegründet, woher auch der Name Neubrandenburg ihren eigentlichen Ursprung hat. Kurz darauf siedelten sich in der Stadt Mönche des Franziskanerordens an. Die ursprüngliche einfache Stadtbefestigung aus Holzpalisaden und Wällen war nicht mehr ausreichend für den Schutz der Stadt, so dass schon im 13. Jahrhundert begonnen wurde, eine backsteinerne Befestigungsanlage zu errichten. Ursprünglich waren es nur drei Tore, welche alle nach derselben Bauart errichtet wurden. Die Stadtmauer erhielt zudem über fünfzig für die Region typische Wieckhäuser und zwei Wachtürme. Später ergänzte man die Anlage mit einem vierten Tor und weiteren Wasserbauten, die nicht nur zum Schutz der Stadt angelegt wurden, sondern um auch einige Wassermühlen zu betreiben.
Im Jahre 1347 gelangte Neubrandenburg unter Mecklenburgische Herrschaft und stieg zu einem wichtigen Verwaltungszentrum auf. Im 14. und 15 Jahrhundert war die Stadt auch Residenz der Herzöge von Mecklenburg Stargard. 1631 wurde dNeubrandenburg von den Truppen des Generals Tilly nach einer Belagerung geplündert und fast völlig zerstört. Die Stadt Neubrandenburg musste infolge der Kriegsschäden Konkurs anmelden und erholte sich recht langsam von den Auswirkungen des verheerenden Krieges. Zwei große Stadtbrände in den Jahren 1676 und 1737 zerstörten große Teile der Altstadt. Ab 1774 wurde die Stadt Residenzsitz vom Großherzogstum Mecklenburg-Strelitz und am Markplatz der Stadt wurde ein Schloss errichtet. Nach dem Tode des Herzogs Adolph-Friedrich IV wurde es aber wieder still in der Stadt und von dem damaligen bescheidenen Glanz kündet nur noch das Schauspielhaus, welches das älteste Theatergebäude in Mecklenburg-Vorpommern ist.Nachdem die Stadt im Jahre 1864 einen eigenen Bahnanschluss erhielt, belebte sich die Stadt endlich wieder. Viele alte Häuser wurden saniert oder neue Häuser und die historische Stadtmauer rekonstruiert. Am ende des zweiten Weltkrieges wurde der Großteil des historischen Stadtkerns zerstört und durch Neubauten ersetzt. Die alten Straßenzüge der Stadt wurden beim Wiederaufbau erhalten und bei neuen Gebäude wurden historische Formen verwendet.
WiekSt. Marien, die Hauptpfarrkirche der Stadt Neubrandenburg, wurde im Jahre 1298 geweiht erlitt starke Zerstörungen durch die Brandschatzung im Zweiten Weltkrieg. Seit 1970 wurde sie dann wieder aufgebaut. Im Jahre 2001 wurde sie feierlich eingeweiht und seitdem als eine Konzerthalle genutzt. Sehenswert sind zudem das ehemalige Franziskanerkloster oder die Vierrademühle.
Empfehlenswert ist das Restaurant Zur Lohmühle, welches man der ehemaligen mittelalterlichen Wassermühle der Stadt findet.