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Michaeliskloster Rostock

Michaeliskloster Rostock Michaeliskloster Rostock
Wie auch in vielen mittelalterlichen Städten fanden einige Klöster in Rostock eine Heimat. Die Klosterkirche, welchem den heiligen Michael geweiht wurde, war ein Fraterhaus der Brüder vom gemeinsamen Leben. Mit der Erbauung dieses Fraterhauses wurde etwa um das Jahr 1480 begonnen. Im Gegensatz zu einem Kloster fand man in einem solchen Fraterhaus alle Einrichtungen unter einem Dach. So befanden sich in diesem Gebäude nicht nur die kleine Kapelle, sondern auch die Wohn- und Arbeitsräume der Mönche.

Die Mönche betrieben unter anderem auch eine Buchdruckerei, welche für die Region eine recht große Bedeutung hatte, aber nach einem religiösen Disput mit dem Landesvater im Jahre 1531 geschlossen wurde. Nach der Reformation wurde das Michaeliskloster vielfältig genutzt, sei es nun als Zeughaus, Speicher oder Unterkunft für die Studenten der Universität von Rostock. Nach den britischen Bombenangriffen war das völlig ausgebrannte Kloster nur noch eine Ruine, es wurde aber relativ schnell wieder aufgebaut. Heutzutage ist das ehemalige Klostergebäude wieder eine Heimat für Bücher, denn die Universität Rostock nutzt einen Teil des Gebäudes als Bibliothek.