
Mönchentor Rostock
Wenn man heutzutage den Stadthafen von Rostock besucht, kann man dort das mit einer großen Empire-Vase
geschmückten Mönchentor sehen, welches das einzige erhaltene Strandtor von Rostock ist. Aufgrund seiner
Gestaltung im Stil des Klassizismus, welches das Mönchentor Anfang des 19. Jahrhundert erhielt, sieht man
diesem Tor nicht mehr unbedingt seine frühere Funktion als Zugang zum Hafengelände an. Die anderen elf Rostocker
Strandtore wurden übrigen schon in der Mitte des 19. Jahrhunderts abgerissen. Die Bezeichnung Strandtor rührt von
dem in früheren Zeiten als Strand bezeichneten Rostocker Hafen her, was sich heutzutage noch in einigen
Straßenbezeichnungen widerspiegelt.
Die Erwähnungen des Tores stammen aus der Zeit Anfang des 14.
Jahrhunderts, als das ursprünglich gotische Mönchentor errichtet wurde. Im 16. Jahrhundert veränderte
sich das Aussehen des Tores wieder, als man es im Stil der Renaissance umgestaltete. Eine Besonderheit bei diesem Tor
ist die Tatsache, dass der Strandvogt, wie man in früheren Zeiten den Hafenaufseher bezeichnete, in den
Räumlichkeiten über der Durchfahrt seine Unterkunft hatte. Bei der letzten Umgestaltung blieb außer
den Grundmauern nicht viel von der mittelalterlichen Bausubstanz erhalten, so dass das Gebäude im Verhältnis
zu den übrigen Stadttoren relativ neu ist.