
Kraftwerk PeenemündePeenemünde, welches erstmalig im Jahre 1282 urkundlich erwähnt wurde, war bis zur Erbauung der Heeresversuchsanstalt nur ein kleines unbedeutendes Fischerdörfchen. In den Blickpunkt der Weltpolitik gelangte Peenemünde erstmalig im Jahre 1630, als am 26. Juni der König Gustav II. Adolf von Schweden mit seiner fünfzehntausend Mann umfassenden Armee auf der Insel Usedom landete und in den dreißigjährigen Krieg eingriff. Dann wurde es wieder still um diesen Ort, bis die Luftwaffe im Jahre 1936 auf diesen Ort aufmerksam wurde, da er sich sehr gut für Tests von Raketen eignete. Zum einen war da die Ostsee über die man die Raketen abschießen konnte, zum anderen war die Insel Usedom mit den schönen weißen Stränden ein schöner Ort in welchen man die Wissenschaftler und Raketenforscher locken konnte. Für die Mitarbeiter der Heeresversuchsanstalt wurde in Karlshagen eine Siedlung errichtet, für die Zwangsarbeiter ein paar Kilometer landeinwärts bei Trassenmoor ein Lager. Verkehrstechnisch wurde das Gelände mit Straßen und Schienen erschlossen, auf welchem sogar die modernsten S-Bahnwagen dieser Zeit verkehrten. Der erhalten gebliebene von den vormals zwei Schienensträngen wird heutzutage von der UBB genutzt.
Ruinen des Zwangsarbeiterlagers PeenemündeWenn man bei seinem Besuch seinen Hunger und Durst stillen möchte, dann ist man im Hafen von Peenemünde am besten aufgehoben. Dort findet man mehrere kleine Restaurants, welche Fischgerichte und deutsche Hausmannskost anbieten. Diese sind aber hauptsächlich nur während der Saison geöffnet, weshalb man in den kälteren Jahreszeiten ein deutlich geringeres Angebot an gastronomischen Einrichtungen vorfindet. In der Saison findet man im Hafen von Peenemünde auch einige Stände, an welchem man frisch geräucherten Fisch und Fischbrötchen erwerben kann. Von den Museen in Peenemünde besitzt nur das Spielzeugmuseen einen eigen Imbiss, welcher zudem auch dann geöffnet ist, wenn keine Hauptsaison ist.
Historisch Technisches Museum PeenemündeVom Hafen von Peenemünde aus besteht die Möglichkeit einen Ausflug zur Greifswalder Oie zu unternehmen. Diese Insel steht seit vielen Jahren unter Naturschutz und kann daher auch nur mit einem begrenzten Kontingent von Besuchern pro Tag angefahren werden. Diese Schiffsausflüge werden von der Apollo-Reederei aus Peenemünde angeboten. Die Überfahrt dauert in etwa anderthalb Stunden und auf der Insel hat man dann gut zwei Stunden Aufenthalt, bei welchem man von den ausgewiesenen Wanderwegen auf der Greifswalder Oie diese Insel besichtigen kann. Man sollte aber bei dem Besuch nicht die Besichtigung des Leuchtturms auslassen, von welchem man einen tollen Überblick über die gesamte Insel und den Greifswalder Bodden hat. Bei diesem Schiffsausflug ist es aber wichtig, dass man sich aufgrund der zahlenmäßigen Begrenzung der Tickets frühzeitig um eine Reservierung kümmern sollte.
der Hafen von PeenemündeMit dem Auto fährt man von Wolgast aus kommend die B111 bis zum Abzweig nach Mölschow und fährt dann über Trassenheide und Karlsbad bis ins Ortszentrum. Dort befinden sich überall Parkplätze, welche aber nicht kostenfrei sind. Auch eine Anreise mit der Bahn ist möglich. Die Usedomer Bäderbahn fährt am Tage jede Stunde von Zinnowitz in Richtung Peenemünde und wieder zurück. Aufgrund der guten Anbindung aller Ostseebäder der Insel Usedom an den Bahnverkehr, kann man von jedem dieser Orte bequem nach Peenemünde gelangen. Aber auch von den Hansestädten Stralsund und Greifswald aus fährt die UBB alle zwei Stunden auf die Insel Usedom. Günstig ist hierbei das von der UBB angebotene Ticket Usedom Plus, mit welchem man auch an Wochentagen deutlich günstiger unterwegs sein kann. Das Mecklenburg-Vorpommern-Ticket gilt in der UBB zwar auch, aber da es in der Woche erst ab 9 Uhr gültig ist, ist das andere Ticket zumindest eine Alternative für Einzelreisende. Am Wochenende wiederum ist das MV-Ticket die besere Alternative wenn man in einer größeren Gruppe anreisen möchte.