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Hoher Stein Anklam

Hoher Stein Hoher Stein
Eine bauliche Besonderheit einer mittelalterlichen Landwehr findet man vor den Toren der Stadt Anklam. Dort steht der Hohe Stein, ein runder Wartturm aus Backstein mit Zinnenkranz, welchen man zu Gesicht bekommt, wenn man sich aus südlicher Richtung Anklam nähert. Auf der Nordseite war Anklam durch die Peene geschützt, welche zu dieser Zeit ein natürliches Hindernis darstellte, nur das Land im Süden war von den Stadttoren schlecht einsehbar. Daher errichtete man eine Landwehr mit Wällen und Gräben. Solche mittelalterlichen Landwehren gab es zu der damaligen Zeit recht viele, die Besonderheit an der Anklamer Landwehr ist aber die Ausstattung mit einem Wachtturm, welche sonst nur noch die Stadt Parchim vorzuweisen hatte.

Der Graben der Landwehr war damals gut zwei Meter tief. Der Erdwall dieser Wehranlage hatte etwa eine Höhe von 2,5 bis 3 Metern vorzuweisen und war mit einer dichten Dornenhecke bepflanzt. Er erstreckte sich insgesamt über eine Länge von ungefähr 1700 Metern. Der Hohe Stein wurde im Jahre 1458 errichtet und diente vor allem für den Schutz gegen marodierende Raubritter. Sollten sich diese damals recht lästigen Zeitgenossen der Stadt nähern, konnte die Wache durch ein Feuer auf dem Turm Alarm geben und sich dadurch die Bewohner der Stadt auf die herannahende Gefahr einstellen, sich in rechtzeitig in Sicherheit bringen und die schützenden Stadttore schließen.



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