
Marienkirche
Die Hansestadt Anklam besitzt zwei große Stadtkirchen, wovon die ältere der beiden Kirchen die St. Marien-Kirche am
Pferdemarkt ist. Mit dem Bau der Marienkirche, einer dreischiffigen Hallenkirche im Stil der norddeutschen Backsteingotik, welche
aber auch einen spätromanischen Chor und Sakristei besitzt, wurde schon in der Mitte des 13. Jahrhunderts begonnen. Beim Bau
der Kirche wurde im romanischen Stil begonnen, welcher aber durch eine Änderung des Zeitgeschmackes gotisch überbaut wurde.
Wenn man den Kirchturm genauer betrachtet kann man den romanischen. Ursprünglich war für die Marienkirche eine gotische
Doppelturmanlage geplant, so wie sie auch bei vielen andere Kirchen in Norddeutschland finden kann.
Dass der Turm der Kirche nicht zentrisch positioniert ist, verdankt die Kirche einem finanziellen Engpass, welcher die Bauherren
bewog, nur den einen Kirchturm fertig zu stellen und an der Stelle des geplanten zweiten Turms eine kleine Kapelle zu errichten.
Ende des 15. Jahrhunderts wurde die Kirche in der heute sichtbaren Form fertig gestellt. Verändert hat sich in dieser Zeit
nur das Aussehen des Kirchturmes, welcher nach einem Brand im Jahre 1887 eine gotische Spitze bekam, welcher die Höhe der
Kirche auf gut einhundert Meter wachsen ließ. Das Innere der Marienkirche ist voll mit mittelalterlichen Malereien welche
nicht nur die Pfeiler schmücken.

Panorama mit Marienkirche
Während der Jahrhunderte litt die Marienkirche an Zerstörungen durch kriegerische Einflüsse. So gab es während
des Krieges um die Herrschaft mit Schweden über Vorpommern größere Beschädigungen der Bausubstanz.
Während der Besetzung durch Napoleon diente auch diese Kirche als Heulager für die französischen Truppen.
Aber auch während des zweiten Weltkrieges wurde die Marienkirche in Anklam durch Bombenangriffe im Jahre 1943 schwer
beschädigt. Die in das Schloss Schwerinsburg ausgelagerten Kunstschätze der Kirche gingen leider auch verloren,
da in dem Schloss, in dem man die verwarten Kunstwerke sicher glaubte, ein verheerender Brand ausbrach, welcher auch die
wertvollen Kunstwerke zerstörte. Nach diesem Krieg wurde die im Verhältnis zur Nikolaikirche nicht so schwer
beschädigte Marienkirche wieder instandgesetzt und konnte schon wieder im Jahre 1947 eingeweiht werden. Die
Kirche wurde bei der Rekonstruktion mit einem Hochaltar ausgestattet, welcher ursprünglich aus der
völlig zerstörten Nikolaikirche stammt. Bei dem Wiederaufbau bekam der vierstöckige Kirchturm aber seinen
vergleichbaren Turmhelm nicht wieder, sonder nur ein relativ einfaches Satteldach