
Steintor
Im
Steintor, welches übrigens das älteste
erhaltene Bauwerk der Hansestadt Anklam ist, ist das städtische
Heimatmuseum beheimatet. Die Ausstellung beschäftigt sich mit einer Vielzahl von Themen aus der regionalen Geschichte.
Sie beginnt mit der Frühgeschichte des Peenetales und der anschließenden Besiedlung durch slawische Stämme
sowie den Winkingern, welche eine bedeutende Handelsstadt im nahegelegenen Menzlin gegründet hatten. Die Spuren der
Wikinger kann man im sogenannten
Alten Lager besichtigen, wo sich eine große Grabanlage mit zahlreichen Schiffssetzungen
befindet. Eine weiterer Schwerpunkt der ständigen Ausstellung ist die Geschichte der Hansestadt Anklam seit ihrer
Gründung. Man findet zahlreiche Exponate aus dem Mittelalter und der Hansezeit vor, wobei als Höhepunkt wohl
der Anklamer Münzschatz zu bezeichnen wäre. Dieser Schatzfund besteht aus 2579 Münzen und weiteren
Wertgegenständen aus Edelmetallen. Aufgrund der Zusammenstellung des Hortes gehen die Wissenschaftler davon aus,
dass es sich dabei um versteckt Diebesbeute handelt, welche in den Wirren des Krieges nicht wieder gehoben wurde.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Zeit der Schwedenherrschaft, denn nach dem Dreißigjährigen Krieg gelangte Anklam
erst zu Schweden und früher als der Rest von Vorpommern zum Königreich Preußen, wobei in dieser Zeit die
Peene die Grenze bildete. Anklam wurde so zur geteilten Stadt und zu einer Festungsstadt ausgebaut. Den Abschluss der
geschichtlichen Ausstellung des Museums behandelt die schwere Zerstörung im zweiten Weltkrieg durch amerikanische
Bombenangriffe. Ergänzt wird die ständige Ausstellung des Heimatmuseums mit verschiedensten thematischen
Sammlungen, wobei die Sammlung von historischer Bügeleisen besonders hervorzuheben wäre. Die Räumlichkeiten
des Museums sind nicht barrierefrei. Die Ausstellungsräume befinden sich in den fünf Etagen des Torhauses und
sind nur über eine Treppe erreichbar.