
Steintor
Das Wahrzeichen von Anklam ist zweifelsfrei das 32 Meter hohe Steintor. Ursprünglich besaß
die Stadt Anklam einmal sogar sechs Stadttore, von diesen ist aber nur noch einzig allein das Steintor erhalten
geblieben.Das Aussehen dieses Stadttores verändere sich mehrfach im Laufe der Jahrhunderte. Erbaut wurde das
Steintor schon in der Mitte des 13. Jahrhunderts. Im Jahr 1450, etwa 100 Jahre später, stockte man das Bauwerk
auf die Höhe auf, welche es noch heute besitzt. An den Farben der Backsteine des Mauerwerks kann man noch die
Dimension des ursprünglichen Bauwerks erkennen. Man kann auch die Stellen erkennen, an der sich während
des Mittelalters noch ein hölzerner Wehrgang befand. Dort nämlich besitzt das Mauerwerk nicht nur eine
einfacher ausgeführte Gestaltung, man sieht darin auch einige Aussparrungen, in welchem damals die Balken des
Wehrgangs befestigt waren.
Im Jahre 1570 erhielt das Steintor ein Vortor, welches aber nach dem siebenjährigen
Krieg geschliffen wurde. Von der einstigen Toranlage blieb nur das Steintor in seiner heutigen Form erhalten. Da das
Stadttor seinen ursprünglichen Zweck nicht mehr erfüllen konnte, wurde das Gebäude bis etwa 1900 als
Gefängnis genutzt. Im Jahre 1986 begann man das bis dahin leerstehende Gebäude zu sanieren und nach einer
dreijährigen Bauphase bekam im ehemaligen Torhaus das Anklamer Heimatmuseum neue repräsentative
Räumlichkeiten für ihre Ausstellung über die Geschichte der Hansestadt Anklam und der Region.
Wen man im Tor die 111 Stufen hinauf gestiegen ist, hat man von dort oben einen guten Blick über die Stadt
und die nähere Umgebung.